Graubünden - Baukultur

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Herrschaftshäuser und Villen
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Unteres Schloss

7205 Zizers
Heute St. Johannesstift (Priesterhospiz und Altersheim). Bauensemble 17. Jh., errichtet für Familie v. Salis-Zizers. Das nördl. «Stammhaus» oder «Altes Schlössli» erb. um 1620 von Rudolf Andreas von Salis; renov. und umgebaut 1931 durch Adolf Gaudy.

Dreigeschossiger Rechteckbau mit einem asymmetrisch angebauten Treppenturm und originellem Erker auf vier Konsolen. Das eigentliche «Untere Schloss» erb. 1670–87 im franz. Schlossbauschema nach Plänen des elsässischen Baumeisters Cléber durch einheimische Bauleute für Marschall Rudolf v. Salis; Umbau durch Gaudy; Rest. aussen 1972–74, innen 1982–83.

Rechteckbau mit Erdgeschossarkaden, talseitig oval ausgebuchtete Mittelpartie mit polygonalem, dreigeschossigem Turm mit Kuppelhaube. An der Hofseite Allianzwappen Salis-Schauenstein 1664, markiert den Beginn der Baugedanken. Im Mittelteil ein Gartensaal, darüber der zweigeschossige Festsaal, 1902 als Kapelle eingerichtet; Rest. 1990. Täferzimmer mit Kassetten- und Felderdecken, Kamin dat. 1692. Der Hauptteil der urspr. Ausstattung heute im Musée d’Art et d’Histoire, Genf. Garten-Pergola und -Pavillons 1902, Erweiterung der Gartenanlage in neubarocker Art 1909. Südlich des Schlosses barockisierender Erweiterungsbau mit Jugendstilornamentik 1912–13 von Gaudy.

(Kunstführer durch die Schweiz, Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Band 2, Bern 2005)