Graubünden - Baukultur

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Herrschaftshäuser und Villen
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Schloss Reichenau

7015 Reichenau
Am alten Rheinübergang. Ursprünglich zur Herrschaft Hohentrins gehörig, neuerbaut im 17. Jh. durch die bischöfliche Ministerialenfamilie Schauenstein, umgestaltet 1775, teilweise neugebaut um 1820 für Ulrich v. Planta-Samedan; Renov. 1970er Jahre. Der dreigeschossige Hauptbau der klassizistischen Anlage leicht risaliert und mit Dreieckgiebel und Türmchen überhöht; französische Gartenanlage im W. Der O-Flügel mit Kapelle geht im Wesentlichen auf den Umbau von 1775 zurück, darin Saal mit Rokokostuck und Wohnzimmer des nachmaligen französischen Königs Louis-Philippe, das er als anonymer Hauslehrer bewohnte. Im EG des Haupthauses blaubemalter Ofen um 1750 von Johan Caspar und Johannes Joseph Ruostaller. Nördlich der Schlossanlage Wirtschaftshof, westlich Gasthof Adler; an der alten Wegscheide Wandbrunnen mit Richtungspfeilen nach Bellinzona, bzw. Uri, dat. 1796.

(Kunstführer durch die Schweiz, Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Band 2, Bern 2005)