Graubünden - Baukultur

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Herrschaftshäuser und Villen
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Palazzo De Bassus-Mengotti

7742 Poschiavo
Heute Museum, jenseits des Flusses Poschiavino. Breitgelagerter Bau, der S-Trakt erb. 1655 für Tommaso De Bassus, der N-Trakt 1701–31 für die Familie Mengotti unter Einbezug einer 1506 bezeugten Kapelle; gegen W erweitert 2. H. 19. Jh.; Rest. 1979–84, Teilrest. 1996–97.

An der S-Fassade drei turmartige, den neueren W-Trakt einbindende Risalite. An der Strassenseite zwei Rustikaportale mit gesprengten Giebeln, im südl. Mengotti- Wappen.

Unveränderte Innendisposition. Im Gang des 1. OG gemalte Gewölbemedaillons mit Allegorien 2. H. 17. Jh. In den Gebäudeteilen des Längstraktes Täferstuben 2. H. 17. und A. H. 18. Jh., Erkerstube mit Türrahmung und Sprenggiebel. Im N-Trakt die 1731 geweihte Hauskapelle S. Giovanni Nepomuceno, welche die S-Wand der obgenannten Kapelle integriert; daselbst Altarbild der Muttergottes mit den hll. Lorenz und Johannes Nepomuk sowie Serie von Heiligenbildern 1. H. 18. Jh. in geschnitzten Rahmen.

(Kunstführer durch die Schweiz, Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Band 2, Bern 2005)

Literatur
Ludmila Seifert-Uherkovich: Architekturrundgang Poschiavo. Bündner Heimatschutz, Chur 2003. Bestellungen über info@heimatschutz-gr.ch