Graubünden - Baukultur

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Herrschaftshäuser und Villen
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Ehem. Planta-Häuser

7208 Malans GR
Im Dorfkern. Geschlossener Sitz der Familie Planta aus dem 17. Jh. Die zwei durch ein schmales Zwischengebäude verbundenen mächtigen Wohnhäuser dominieren den Hauptplatz des Dorfes. Charakteristische Bündner Aristokratenhäuser, deren massiver Baukubus durch Rundbogenportal und darüber liegendem schmiedeeisernem Balkon akzentuiert ist.

Das «Stammhaus» erb. 1657/58 für Ambrosi v. Planta; purifizierender Umbau 1972–74 durch Rudolf Olgiati. In der Saletta gute Régencestuckaturen um 1730–40; stattlicher Kamin um 1686.

Das «Untere Haus» als Zweifamilienhaus erb. über älteren Bauteilen um 1684 für Ambrosis Söhne Ambrosius und Gubert v. Planta-Wildenberg; Rekonstr. der spätbarocken Fassadenmalerei 1991. Täferzimmer um 1685 mit Kassettendecke und Allianzwappen Planta-Salis; Zimmer mit Nussbaumtäfer und Wappen Planta-Buol; buntbemalter Turmofen M. 18. Jh., vermutlich Steckborner Arbeit. Zugehörig das «Meierhüsli» gegenüber dem unteren Haus: erb. um 1800 unter Einbezug eines Baus von A. 17. Jh.; Umbau und Aussenrest. 1985–86.

Der spätbarocke Planta-Garten mit urspr. zwei Parterres ist nur mehr als Fragment erhalten; Gartenpavillon 18. Jh., im Inneren Wandverkleidung aus Baumrinden; Teilrest. 1997.

(Kunstführer durch die Schweiz, Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Band 2, Bern 2005)