Graubünden - Baukultur

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Herrschaftshäuser und Villen
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Chesa Planta

7503 Samedan
Am Plazzet. Urspr. Stammsitz der Familie v. Salis-Samedan. N-Flügel ausgebaut um 1595, S-Trakt nach 1760; nach Beschädigung durch Bombenabwurf 1944–45 barockisierende Neugestaltung der Hauptfront; jetzt Sitz der Planta-Stiftung mit Wohnmuseum und rätoroman. Bibliothek (hervorgegangen aus den Privatbibliotheken der Familien Salis und Planta) sowie des Kulturarchivs Oberengadin. Breites Doppelhaus unter Krüppelwalmdach. Regelmässig gegliederte Platzfassade mit zwei Portalen und zwei Balkonen mit Rokokogittern, gartenseitig Mittelgiebel. An der O-Front Salis-Wappen E. 16. Jh.

Im Inneren zwei parallel verlaufende Korridore; im EG Täfer mit blaugetönten Landschaftsmalereien 1760 von Johannes Petraz aus Sondrio, in der NW-Ecke getäferte Prunkstube mit Schnitzereien 1723, aus Sent; buntbemalter Turmofen um 1678, vielleicht von Hans Heinrich Graf, aus dem ehem. Frauenkloster Tänikon, welches 1850 in den Besitz der Landammännin Nina v. Planta übergegangen war. Zwei weitere Steckborner Rokoko-Öfen möglicherweise ebenfalls aus Tänikon.

Gartenpavillon, erb. um 1855 für Nationalrat Andrea Rudolf von Planta. Hervorgegangen aus einem Wettbewerb unter Schweizer Arch.; bedeutendes Beispiel für diesen Bautypus.

(Kunstführer durch die Schweiz, Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Band 2, Bern 2005)
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