Graubünden - Baukultur

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Herrschaftshäuser und Villen
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Chesa Merleda*

La Punt | 7522 La Punt-Chamues-ch
Östl. des Inns.
Erbaut 1642–49 für Hauptmann Ulrich Albertini; renoviert um 1800 für Bischof Johann Baptista von Albertini; umgebaut und restauriert 1999.

Herrschaftlicher Längsbau mit westlichem Wohnteil und östlichem Heustall (heute ausgebaut) unter gemeinsamem Satteldach. Zinnenbekrönte Giebel; für die Gegend ungewöhnliche Kamintürme. Der Grundriss des Wohnteils folgt der regionalen Bauernhaustypologie. Über dem Torbogen an der Ostseite Wappen des Erbauers 1642.

Hervorragende Innenausstattung. Im Erdgeschoss gewölbte Saletta mit Wappenstammbaum des Ehepaars Johann Baptist Albertini und der Lucrezia Planta, um 1730–40. Im Obergeschoss Täferzimmer um 1650 mit architektonischer Gliederung und Kassettendecke, daneben Kammer mit Intarsienschrank, datiert 1649.

(Kunstführer durch die Schweiz, Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Band 2, Bern 2005)